Sie steht wieder, die Weihnachtskrippe in der Kirche St. Maria Magdalena. Auch in diesem Jahr wurde sie wieder um ein Element bereichert. Der Bergmann bekam einen fachgerechten Stolleneingang. Elmar Bootz und Dieter Brück haben in über fünfzig Stunden Arbeit den gemauerten Eingang eines Stollens, der sich in der Tiefe perspektivisch in der Ferne verliert, aus unzähligen Einzelteilen zusammengesetzt und ihm die Farbe des heimischen Gesteins verliehen.
Die Tradition der Weihnachtskrippen geht auf den heiligen Franziskus von Assisi zurück, der das Weihnachtsgeschehen im Jahr 1223 mit lebenden Menschen und Tieren in Greccio/Italien den Gläubigen näherbrachte. Diese szenenhafte Darstellung fand in Deutschland rasch Verbreitung und so finden sich viele Weihnachtskrippen mit örtlichen Elementen.
Die Schnitzer um Franz Kellermeier stellten eine Weihnachtskrippe mit starkem Bezug zu unserer Weilerer Heimat her. So findet man den Landwirt, den Bergmann, den Waldarbeiter, den Gastwirt und natürlich darf auch der Wanderer (Steckeschlääfer) nicht fehlen. Bergbau hatte in Weiler eine lange Tradition bis zur Schließung der Grube Dr. Geier. Nun hat der Bergmann einen fachgerechten Unterstand. Und Ideen für das kommende Jahr sind schon am Wachsen, oder wie man in Weiler sagt, am Gären. Dann lassen wir uns mal nächstes Jahr überraschen. Aber zunächst wird der Figurenreigen an Heiligabend um drei erweitert: Maria, Josef und das Jesuskind. Abgebaut wird die Krippe nach Maria Lichtmess, dem 2. Februar. Das Fest knüpft an das Lukas-Evangelium an, wonach Jesus wie alle Erstgeborenen 40 Tage nach seiner Geburt von seinen Eltern zum Tempel in Jerusalem gebracht und dem Herrn „dargestellt“, also geweiht wurde. Bis dahin kann die Krippe auch außerhalb der Hl. Messen besichtigt werden.



